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8.10.2008: 11. Baustoff-Recycling-Tag in Filderstadt mit neuem Co-Veranstalter
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neuer TERMIN !
12. RC-Tag am 14.10.2009 in der Filharmonie
Ersatzbaustoffverordnung und REACh - Schicksalsthemen der Baustoff-Recycling-Industrie

v.l.n.r.: Hans Croonenbroeck, Hans-Martin Peter, Eberhard Ludwig, Bernd Haug, Michael Stoll, Garbiele Dönig-Poppensieker, Geert Cuperus, Christa Szenkler, Dr. Wilfried Weiß, Joachim Mahrholdt, Reinhard Fischer, Rüdiger Wagner, Dr. Albrecht Rittmann, Thomas Beißwenger, Dr. Andre Baumann.



Joachim Mahroldt führte mit seiner professionellen Moderation durchs Programm.
Seinen gezielten Fragen "zum besseren Verständnis" mussten sich alle Referenten stellen.

Wohin mit 240 Mio. t mineralischer Abfälle pro Jahr bzw. 3.000 kg pro Einwohner/Jahr?

300 Fachleute aus Behörden, Industrie und Verbänden diskutierten auf dem 11. Baustoff-Recycling-Tag am 08.10.2008 über die geplante Ersatzbaustoffverordnung des Bundesumweltministeriums (BMU).

Jährlich fallen in Deutschland rund 240 Millionen Tonnen mineralischer Abfälle und industrieller Nebenprodukte an, von denen derzeit mehr als 90 % verwertet werden. Das sind pro Kopf rund 3 Tonnen. Zum Vergleich: bei der jahrelangen Diskussion um das Dosenpfand ging es gerade mal um weniger als 10 kg pro Jahr und Einwohner.
Ende letzten Jahres hat das BMU einen ersten Arbeitsentwurf für eine "Ersatzbaustoffverordnung" und zur Änderung der Bundes-Bodenschutzverordnung vorgelegt.


...Tacheles bei der Podiumsdiskussion
Um die geplanten Auswirkungen hinreichend bewerten zu können, hat die Baustoff-Industrie Auslauguntersuchungen beauftragt und das Ableitungskonzept wissenschaftlich bewerten lassen. Es ist zu befürchten, dass der überwiegende Teil der Materialien (Boden eingeschlossen) in schlechtere Verwertungsklassen einzuordnen oder sogar zu deponieren wäre.
Folgen:
-    notwendige Schaffung erheblichen zusätzlichen Deponieraums,
-    zusätzliche Flächeninanspruchnahme zur Rohstoffgewinnung sowie
-    zusätzlicher Transportaufwand und CO2-Ausstoss.

Die Veranstalter
- Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg e.V. (ISTE)
- Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW)
- Qualitätsicherungssystem Recycling-Baustoffe Baden-Württemberg e.V. (QRB)
- Bundesvereinigung Recycling-Baustoffe e.V. (BRB)
- F.I.R. Fédération Internationale du Recyclage

und ihre Kooperationspartner bedanken sich herzlich bei den Gästen für eine spannende und abwechslungsreiche Veranstaltung.
Tagungsprogramm



Geert Cuperus
Geschäftsführer der Fédération Internationale du Recyclage
stellt die Enwicklung der Rahmenbedingungen für das Baustoff-Recycling auf EU-Ebene dar.

Micheal Bannholzer vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg
erläutert Zahlenmaterial
- zur Entsorgung von Bauabfällen
- zum Aufkommen und Verwertung von Bau- und Abbruchabfällen
- zu den eingesetzten Mengen und Kapazitäten der RC-Anlagen in den Bundesländern
- zur Entwicklung der Abfallmengen seit 1996 sowie
- zum Material und Anlagen in Baden-Württemberg
-

Rüdiger Wagner vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Bonn,
stellt u. a. den Inhalt des 1. Arbeitsentwurfes der Ersatzbaustoffverorndung sowie die weitere Verfahrensweise vor. Für die "umweltoffene" Verwertung von etwa 240 Mio Tonnen mineralischer Abfälle sollen rechtsverbindliche Anforderungen an den Schutz von Boden und Grundwasser geschaffen werden.

Dr. Carsten Schäfer, LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, anaylsiert zwei zentrale Fragestellungen - "Halten die aktuell verfügbaren RC-Baustoffe die Grenzwerte des UVM-Erlasses ein?" und "Wird die Verwertbarkeit der RC-Baustoffe durch die neue Ersatzbaustoffverordnung eingeschränkt werden?"

Dr. Bernd Susset vom Zentrum für angewandte Geowissenschaften an der Uni Tübingen
stellt sein Gegengutachten zur Ableitung von Materialwerten und Einbaumöglichkeiten von RC-Baustoffen kritisch vor.

Prof. Dr. Stefan Gäth,
Institut für Landschaftsökologie, Abfall- und Ressourcenmanagement, Uni Giessen
hinterfragt das Ableitungsmodell von Susset/Leuchs und zeigt kritisch Randbedingungen auf, die die Repräsentanz, Übertragbarkeit und Justiziabilität des Ansatzes einschränken.


Reinhard Fischer, Geschäftsführer der Bundesvereinigung Recycling-Baustoffe e. V., Duisburg,
verschafft einen Überblick über die komplexen Anforderungen von REACh an die Baustoff-Recycler...

Walter Adebahr, Umweltministerium Baden-Württemberg, beleuchtet REACh von seiten der Verwaltung.

Der Ausstellungbereich als Informationsplattform




..die Pausen wurden als Plattform zum Informationsaustausch vielseitig genutzt...